Dr. Philipp Dreesen
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Lehre an der Universität Greifswald (2017)

Sommersemester 2017

Sprachwissenschaftliche Zugänge zum deutschen Kolonialismus (Hauptseminar)

Sprache, Nation und Sprachnationalismus (Hauptseminar)

Fremdwortpurismus im 18. und 19. Jahrhundert (Seminar)

Parteien, Programme & Provokationen (Seminar)

Lehre an der Universität Bremen (2014–2017)

Wintersemester 2016/17

Sprache im Nationalsozialismus (10-M79-III3c-1)
Mi 16:15–17:45, Raum: n.n.
II3c: Sprache – Struktur – System, Germanistik, M.A., Veranstaltungsverzeichnis Germanistik, M.A.
Modultyp B/C, Language Sciences, M.A., Veranstaltungsverzeichnis Language Sciences, M.A.

Kommentar: Thema des sprachhistorisch ausgerichteten Seminars ist das Verhältnis von Sprache und Nationalsozialismus. Bereits der Titel wirft Fragen auf: Gibt es eine bestimmte Sprache im Nationalsozialismus? Oder eher Sprachen während des Nationalsozialismus? Kann man von einer Sprache des Nationalsozialismus sprechen? Schwerpunkt des Seminars ist erstens die Auseinandersetzung mit den semantischen, grammatischen und pragmatischen Merkmalen der NS-Sprache, z. B. das Vokabular des Nationalsozialismus und Bedeutungswandel, behauptete Gegensatzpaare ("gesund" vs. "entartet"), Namensverwendungen ("Isidor"), Appositionen ("der Jude Tucholsky"), Euphemismen ("Sonderbehandlung"), Grußformeln ("mit deutschem Gruß"), Stil, Rhetorik und Typografie (Fraktur und Antiqua). Zweitens werden soziale und politische Sprachfunktionen in den Blick genommen: Inszenierungen handelnder Personen (z. B. Joseph Goebbels), Texte (,Mein Kampf‘), massenmediale Entwicklungen (Rundfunk) und politische Maßnahmen der Steuerung (Gleichschaltung, Zensur, Propaganda) sowie Widerstandskommunikation.

Bremer Analysen rechtspopulistischer Diskursstrategien //
Studentisches Forschungsprojekt

Das studentische Forschungsprojekt Bremer Analysen rechtspopulistischer Diskursstrategien, das ich seit dem Sommersemester 2015 betreue, ist aus dem Blockseminar Die Straße. Linguistische Analysen zum Artikulationsraum von PEGIDA und vergleichbaren populistischen Formierungen vom Sommersemester 2015 entstanden. Das Forschungsprojekt beschäftigt sich diskurslinguistisch mit Demonstrationen, Aussagen und Erscheinungsbild von PEGIDA, AfD, Identitären und weiteren Akteuren des rechtspopulistischen bis rechtsextremen Spektrums. Dabei werden demonstratives sprachliches Handeln, Aussagen und Erscheinen nicht als singulär-abgeschlossen, sondern als Teil politischer Entwicklungen in Europa aufgefasst. Das Projekt verfolgt mit seinen Aktivitäten die Forschungsfrage: Wie und wo verwenden rechtspopulistische bis rechtsextreme Akteure sprachliche Strategien von Konkretion und Diffusion, um mit der Abgrenzung von konstruiertem Eigenem und konstruiertem Fremdem Bedrohungsszenarien zu evozieren? Die linguistischen Analysen erarbeiten, wie Räume als Öffentlichkeit kommunikativ produziert und genutzt werden (z. B. Straße, "Spaziergänge" sowie selbstgeschaffenen Medienkanäle (z. B. pi-news.net, metropolico.org). Im engeren Fokus stehen Schlüsselwörter (z. B. Volk, Lügenpresse) und deren diskursive Funktionen (z. B. die antonymische Konstruktion von Kulturräumen AbendlandMorgenland) sowie die Bedeutungskonstituierung vom abstrakten Konzept 'Islamisierung'. Weitere Fragen sind: Welche semantischen und politischen Verschiebungen folgen aus dem Adjektiv identitär? Welche diachronen semantischen, textuellen und medialen Bezüge (z. B. zum Nationalsozialismus, zur DDR) weisen die Aussagen auf? Wie werden mit Andeutungen, Präsuppositionen und Implikaturen (vermeintliche) Grenzen des Sagbaren verschoben? Wie werden Meinungsfreiheit und Wahrheit als gefährdet konnotiert, eingefordert und performativ thematisiert? In welchem Verhältnis stehen selbstgewählte Sprecherrollen und geäußerte Zitate?
Erste Ergebnisse sind am 5. Mai 2016 auf dem Ersten Nachwuchssymposium des Tagungsnetzwerks ,Diskurs – interdisziplinär‘ (IDS, Mannheim) vorgestellt worden:


Philipp Dreesen: Bremer Analysen rechtspopulistischer Diskursstrategien I: Zur Karriere des Begriffs identitär in der Neuen Rechten

Hagen Steinhauer: Bremer Analysen rechtspopulistischer Diskursstrategien II: Sprachliche Mittel der semantischen Konkretion und Diffusion in rechtspopulistischen Diskursen

Fiona Makulik: Bremer Analysen rechtspopulistischer Diskursstrategien II: Diskursfunktionen von Schlüsselwörtern in Reden von Lutz Bachmann


Wintersemester 2015/16

Einführung in die germanistische Linguistik (b)

(Einführungskurs: GR1 Fachwissenschaftliche Grundlagen für Studierende im Grundschullehramt Deutsch)

Do 14:15–15:45, Raum: SFG 2030


Grundlagen und Anwendungen der Text- und Diskurslinguistik

(Seminar: B12 Sprache und Gesellschaft; IC Sprachwissenschaft und Semiotik: Theorien und Modelle)

Fr 08:15–09:45, Raum: SFG 1020


LeKoLi – LeseKolloquiumLinguistik (zusammen mit Linda Kleber)

Do 18:00–19:30, Raum: SFG 1060

Sommersemester 2015

Sprache und Anerkennung (Seminar)

Die Straße. Linguistische Analysen zum Artikulationsraum von PEGIDA und vergleichbaren populistischen Formierungen (Blockseminar zusammen mit Prof. Dr. Ingo H. Warnke)


LeKoLi – LeseKolloquiumLinguistik (zusammen mit Linda Kleber)

Wintersemester 2014/15

Einführung in die germanistische Linguistik (b) (Einführungskurs)
Einführung in die germanistische Linguistik (c) (Einführungskurs)
Text- und Diskurslinguistik von gestern bis heute (Seminar)

Lehre international

Summerschool

Bremen: DAAD Summer School – Diskursanalyse interdisziplinär (August 2014)

Partnerschaft Greifswald – St. Petersburg

Lehrstuhl für Deutsche Philologie der Staatlichen Universität St. Petersburg (April 2014)

Erasmus Gastdozenturen

Institut für Germanistik der Kazimierz-Wielkiego-Universität Bydgoszcz (November 2012)
Institut für Germanistische Philologie der Jagiellonen Universität Krakau (Oktober 2011)

Lehre an der Universität Greifswald (2009–2014)

Sommersemester 2014

Sprache im Nationalsozialismus (Seminar)

Wintersemester 2013/14

Wilhelm von Humboldts Sprach- und Weltsicht (Seminar)

Sommersemester 2013

Sprachnationalismus (Seminar)

Wintersemester 2012/13

Einführung in die Sprachwissenschaft (Grundkurs)

Sommersemester 2012

Theorien zum Ursprung der Sprache (Seminar)

Wintersemester 2010/11

Einführung in sprachwissenschaftliches Arbeiten (Seminar)

Sommersemester 2011

Einführung in die Sprachwissenschaft (Grundkurs)
Syntax und Grammatiktheorien (Grundkurs)
Syntax und Grammatiktheorien (Grundkurs)
Von den Diskurstheorien zur Diskurslinguistik (Seminar)

Wintersemester 2010/11

Einführung in die Sprachwissenschaft (Grundkurs)
Einführung in die Sprachwissenschaft (Grundkurs)
Syntax und Grammatiktheorien (Grundkurs)
Einführung in sprachwissenschaftliches Arbeiten (Seminar)

Wintersemester 2009/10

Linguistische Diskursanalyse (Seminar)